Das Ensemble LA GIOIA ARMONICA wurde von der österreichischen Hackbrett-Spielerin Margit Übellacker und dem deutschen Organisten und Sänger Jürgen Banholzer gegründet. Ein Arbeitsschwerpunkt des Ensembles liegt in der Erkundung des barocken Repertoires rund um das Hackbrett, speziell das sagenumwobene Pantaleon. Die Besetzungsstärke des Ensembles ist variabel und reicht vom Duo Hackbrett-Orgel bis zu größeren kammermusikalischen Formationen (auch mit Sängern), in denen Musiker zusammengeführt werden, die sich auf dem Gebiet der Historischen Aufführungspraxis spezialisiert haben und über reiche Erfahrungen aus verschiedenen internationalen Ensembles verfügen.

 

Im April 2017 erschien die inzwischen dritte CD des Ensembles beim Label cpo: Conserva me Domine mit dem Countertenor Terry Wey (die Süddeutsche Zeitung nennt ihn eine „Entdeckung, die überfällig ist“, und für das Fono Forum ist er einer der Besten seines Fachs). Neben zwei Psalmen von Benedetto Marcello bringt die CD Vokal- und Instrumentalwerke mit obligaten Partien für Salterio von Giambattista Martini, Antonio Sacchini und Melchiorre Chiesa. Margit Übellacker spielt auf der Kopie eines Salterios aus dem 18. Jahrhundert.

 

Mit Antonio Caldara: Cantate, Sonate ed Arie legte LA GIOIA ARMONICA beim Label RAMÉE seine erste Einspielung vor. Die CD erhielt mehrere Preise (Pizzicato Supersonic Award, Goldberg: 5 Ètoiles, Prelude Classical Award 2006 für die beste Debut CD). Seitdem wurde das Ensemble zu Konzerten im In- und Ausland eingeladen, u.a. zu Ton Koopmans Festival Itinéraire Baroque, zu den Händelfestspielen in Halle, zum Bachfestival Dordrecht, zum Festival de Musique Ancienne in Leytron, zum Early Music Festival in Timisoara, zu den Mitteldeutschen Heinrich-Schütz-Tagen, zum Orgelfestival Fugato in Bad Homburg, zu OrgelPlus in Bottrop sowie zu Konzertreihen des Staatlichen Musikinstrumentenmuseums in Berlin und der Akademie der Wissenschaften in Mainz.


 

2013 erschien Johann Georg Reutter: Portus Felicitatis, die zweite CD des Ensembles beim Label RAMÉE und in Zusammenarbeit mit Radio Bremen. Sie bringt Motetten und Arien für das Pantaleon von einem der erfolgreichsten Komponisten für Kirche und Theater am Wiener Hof um 1750. "Der Titel dieses doppelten Raritätenalbums, das Reutter endlich rehabilitiert, ist hervorragend gewählt. Für Liebhaber der Klassik abseits des Mainstreams ist Portus Felicitatis wirklich ein Hafen der Seligkeit." (Dirk Kruse, Bayrischer Rundfunk) George Pratt nannte die CD "wonderfully revelatory" (BBC Music Magazine).